Du willst Dich entfalten?
Du willst Dich entfalten?
Dann wähle FDP!

Postulat eingereicht: Zwischennutzungen erleichtern, Regulierung abbauen!

Veröffentlicht am 30.09.2018 von Andri Silberschmidt, Gemeinderat FDP 7+8

Über 215'000qm leerstehende Büroflächen in der Stadt Zürich zeigen auf, dass die heutigen Regelungen nicht ausreichend auf die Bedürfnisse und Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft abgestimmt sind. Das wollen wir mit einem Vorstoss ändern, und konnten die Grünen dafür begeistern.

Seit mehreren Jahren fallen die Zinsen in der Schweiz, was einen regelrechten Boom am Immobilienmarkt ausgelöst hat. Dies führt dazu, dass vor allem in städtischen Gebieten teilweise mehr Gewerbeliegenschaften gebaut wurden, als effektiv nachgefragt werden. Die Leerwohnungsziffer in Zürich beträgt nur 0.22 %. Im Gegensatz dazu gibt es über 215'000qm leerstehende Büroflächen in der Stadt Zürich. Diese Zahlen zeigen auf, dass die heutigen Regelungen nicht ausreichend auf die Bedürfnisse und Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft abgestimmt sind.

Vertreter der FDP haben bereits im Herbst 2017 mit einer schriftlichen Anfrage (2017/278) Antworten rund um das Thema Zwischennutzungen verlangt. Nun folgt ein konkreter Vorstoss, der überparteilich im Gemeinderat eingereicht wurde.

Zwischen- und Umnutzungen sollen viel einfacher möglich werden, denn sie können einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten, indem sie neues Leben in Leerstände bringen. Zwischennutzungen geben insbesondere Start-Ups die Chance, neue Ideen auszuarbeiten und ermöglichen eine vielfältige, auch nicht kommerzielle Kultur- und Quartiernutzung. Weiter kann damit mehr günstiger Wohnraum, insbesondere für Studentinnen und Studenten, geschaffen werden. Auch nicht zonenkonforme Nutzungen sollten durch eine klare Befristung von Zwischennutzungen ermöglicht werden.

Der Stadtrat wird aufgefordert zu prüfen, welche rechtlichen (insbesondere bau- und planungsrechtlichen) Bestimmungen geändert werden müssen, gestützt auf die dann Zwischennutzungen baurechtlich bewilligt werden können. Bei Zwischen- und Umnutzungen, welche eine gewisse Zeit nicht überschreiten, sollen die Bewilligungsverfahren und Auflagen, soweit es der Ermessenspielraum zulässt, vereinfacht werden. Notwendige kommunale Änderungen sind dem Gemeinderat mittels Weisung vorzulegen. Sind kantonale Bestimmungen zu ändern, wird der Stadtrat aufgefordert, sich beim Kanton für die entsprechenden Gesetzesänderungen einzusetzen.

Der Bedarf für eine Pop-Up Lizenz wurde in Gesprächen mit verschiedenen Parteien (institutionelle Immobilieneigentümer, innovative Start-Ups, Jugendwohnnetz Stiftung, …) bestätigt und ist unbestritten.

Mit Zwischennutzungen gewinnen alle: der Eigentümer kann seine Kosten decken, der Mieter erhält seinen langersehnten Platz und die öffentliche Hand ermöglicht innovative Lösungen (z.B. Plug & Play Häuser/ Module (Raum im Raum)) zur Belebung von Quartieren. Zwischenlösungen schaffen eine win-win-win Situation.

Kategorie Wohnen