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Rot-grün ist gegen Breitensport

Veröffentlicht am 29.10.2025 von

Martina Zürcher, Gemeinderätin FDP Kreis 10

Weniger Parkplätze bei Sportanlagen

SP und Grüne haben im Gemeinderat einen Vorstoss eingereicht, welcher den Stadtrat auffordert zu prüfen, wie der in der Parkplatzverordnung der Bedarf für Autoparkplätze bei Sportanlagen reduziert werden kann. Begründet wird dies damit, dass es notwendig sei, den motorisierten Individualverkehr in der Stadt Zürich deutlich zu reduzieren, um die Klimaziele zu erreichen. Die Quartierbevölkerung könne mit dem öV, dem Velo oder zu Fuss zur Sportanlage. Nicht nur in der Ratsdebatte am 22. Oktober 2025 blendete Erstunterzeichner Sandro Gähler (SP) auch den technischen Fortschritt, bspw. emissionsarme Fahrzeuge, völlig aus.

Für einen Match braucht es mindestens zwei

Nicht nur als ehemalige Zweitliga-Damen-Fussballerin weiss ich, dass eine Sportmeisterschaft nur funktionieren kann, wenn es auch einen Gegner oder ein gegnerisches Team gibt. Und häufig brauchen genau jene die Auto-Parkplätze, denn diese reisen im Breitensport meist von irgendwo aus dem Kanton Zürich oder der ganzen Deutschschweiz an. Und das will auch der Zweitunterzeichner des Vorstosses, Balz Bürgisser (Grüne), nicht verstehen.

Nicht von überall her hat man eine gute öV-Verbindung zu den Stadtzürcher Sportanlagen

Ein konkretes Beispiel aus meinem Wahlkreis: In der 2. Liga Frauen spielt der FC Niederwenigen aus dem Wehntal gegen den SV Höngg. Wenn die Spielerinnen oder auch Unterstützerinnen und Unterstützer des FC Niederwenige am Sonntag zum Meisterschaftsspiel auf den Hönggerberg möchten, dann haben sie mit dem Auto rund 25 Minuten Anreise. Wenn sie ihr Fahrzeug bei der städtischen Sportanlage nicht mehr parkieren können und mit dem öV anreisen müssten, hätten hingegen etwa dreimal so lange, nämlich etwa 80 Minuten pro Weg! Das führt dann dazu, dass solche Sportarten nicht mehr familientauglich sind, wenn Sportlerinnen und Sportler pro Match über 5 Stunden unterwegs sind: 80 Minuten Weg, 30 Minuten Umziehen und Aufwärmen, 90 Minuten Match mit 15 Minuten Pause und 5 Minuten Nachspielzeit, 20 Minuten Umziehen und Duschen, 80 Minuten Weg. Und das anschliessende Bier mit den Teamkolleginnen ist da nicht mal eingerechnet.

Weiter gibt es gerade im Amateurfussball auch Abendrunden, das heisst Matches, welche um 21 Uhr starten und etwa um 23 Uhr fertig sind. Dann sollte das Auswärtsteam mit dem gelichteten öV quer durch den Kanton nach Hause und am anderen Morgen wieder früh fit für die Arbeit sein? So viel zum Thema Vereinbarkeit.

Grosse Mehrheit des Parlaments befürwortet leider den Vorstoss und behindert somit Breitensport

Kurzum, die Parkplätze bei Sportanlagen werden insbesondere auch vom Auswärtsteam benötigt, egal ob die Meisterschaft im Fussball oder in einer anderen Sportart ist. Die rot-grünen Parlamentsmitglieder, die den Vorstoss aber mit 74 gegen 41 Stimmen überwiesen haben, sind somit gegen den Breitensport – aus Ideologie oder aus Unkenntnis (oder beidem…).

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