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Links-Grün ist in die Rassismusfalle getappt! – Ein Steuerprozent gegen globale Armut.

Veröffentlicht am 31.10.2019 von

Severin Pflüger, Präsident FDP Stadt Zürich/Gemeinderat

 

Schon bald, am 17. November 2019, stimmen wir über eine Vorlage ab, welche ein Prozent der städtischen Steuereinnahmen für Entwicklungshilfe reservieren will. Die FDP ist gegen diese Vorlage. Nicht weil wir der Meinung sind, dass die Stadt Zürich nicht solidarisch mit anderen Menschen sein soll. Wir sind dagegen, weil wir die Entwicklungshilfe für eine Aufgabe des Bundes und nicht der Gemeinden halten. Zudem ziehen wir die klassische Entwicklungshilfe ohnehin in Zweifel, zumal neue Abhängigkeiten geschaffen und träge Strukturen begünstigt werden. Entwicklungshilfe ist selten nachhaltig.

 

Gegenstand dieses Blogs ist jedoch nicht die Initiative, sondern das verwendete Plakat dafür:

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Wir sehen darauf in der linken Bildhälfte eine grauhaarige, weisshäutige Ärztin, welche ganz in einem hell ausgeleuchteten Spitalzimmer in Zürich (symbolisiert durch den Uetliberg) steht. Sie überreicht mit geschlossenem Mund ein Stethoskop an eine Frau in der rechten Bildhälfte. Diese zweite Frau ist jung und dunkelhäutig. Mit dankbarem Lächeln aber unsicherer Körperhaltung (sichtbar an den verschränkten Armen und dem abgedrehten rechten Fuss) nimmt sie das Geschenk entgegen. Sie steht in einer grauen und dunklen Umgebung – einem Notzelt des IKRK (symbolisiert durch ein rotes Kreuz auf weissem Grund).

Darunter steht links: „Zürich für ein gutes Leben“. Rechts steht: „Auch anderswo“.In Zürich ist es gut, schön und hell. Anderswo ist es grau und dunkel. Die grauen Haare stehen links für Weisheit und Bildung. Die Jugendlichkeit und unsichere Körperhaltung stehen rechts für Unerfahrenheit und Unkenntnis.

Doch der springende Punkt ist die Hautfarbe. Fortschritt und Reichtum - ja sogar ein gutes Leben – hat eine weisse Hautfarbe. Rückständigkeit und Bedürftigkeit hat eine dunkle Hautfarbe. „Anderswo“ dort leben die Dunkelhäutigen.

Sind sich SP, GLP, EVP, VPOD, JUSO, Grüne, AL und Junge Grüne, die sich für dieses Plakat verantwortlich zeigen, bewusst, mit welchen rassistischen Stereotypen sie ihre politischen Anliegen zu transportieren versuchen?

Wäre es nicht möglich gewesen, die Abstimmungsparole ohne die Bewirtschaftung einer paternalistischen Bildsprache zu transportieren?