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Vier stark befahrene Spuren ohne Mittelschutzinsel kreuzen? Da gibt es bessere Lösungen!

Veröffentlicht am 20.11.2025 von

Martina Zürcher, FDP Kreis 10

Der Stadtrat will als Sofortmassnahme an der Rosengartenachse zwei Fussgängerstreifen einrichten. Es müssten dabei vier Fahrspuren mit täglich 55'000 Fahrzeugen ohne Mittelschutzinsel überquert werden. Etwas, was es so heute nicht nur in der Stadt Zürich nicht gibt.

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Wollen Sie hier ohne Schutzinsel in der Mitte die Strasse überqueren?

Der Stadtrat will an der Rosengartenachse auf der Höhe Wibichstrasse und auf der Höhe Lehenstrasse zwei Lichtsignal-gesteuerte Fussgängerstreifen einrichten, damit Fussgängerinnen und Fussgänger, sowie Velos queren können. Dies führt jedoch zur weiteren Verflechtung statt Entflechtung der Verkehrsteilnehmenden an dieser stark frequentierten Strasse. Es müssten vier Fahrspuren mit täglich 55'000 Fahrzeugen ohne Mittelschutzinsel überquert werden, etwas, was es heute so nicht nur in der Stadt Zürich nicht gibt. Und nein, für eine Mittelinsel hat es einfach keinen Platz.

Rosengarten-Achse ist eine Lebensader für Stadt und Kanton – aber leider auch ein «Unort»

Ein Spurabbau, wie ihn einige rot-grüne Politikerinnen und Politiker jeweils fordern, wäre nicht nur aufgrund des kantonalen «Anti-Stau»-Artikels nicht möglich, sondern würde das gesamte Verkehrssystem in der halben Stadt kollabieren lassen. Denn die rund 55'000 Fahrzeuge, die täglich an der Rosengartenachse verkehren, haben in der ganz grossen Mehrheit Quelle und / oder Ziel in der Stadt. Die Rosengartenachse verbindet Zürich-Nord und Zürich-West sowie die umliegenden Quartiere und Gemeinden. In ihrem Einzugsgebiet gibt es rund 300'000 Beschäftigte und ebenso viel Bevölkerung. Insbesondere könnten auch die drei Buslinien nicht mehr fahren. Die FDP hatte eine Kompromiss-Lösung, nämlich den motorisierten Individualverkehr unter den Boden zu verlagern und oberirdisch Platz zu schaffen für ein Tram und den Langsamverkehr. Dieses Projekt wurde aber nach ideologischen Grabenkämpfen im Februar 2020 von den Stimmberechtigten leider verworfen.

Was nun? Ausbau und Aufwertung der Unterführungen?

Zurück zum aktuellen Projekt mit den Fussgängerstreifen: Fussgängerstreifen ohne Mittelinsel über diese stark befahrenen vier Fahrbahnen führen zu noch mehr Lärm, weil die zahlreichen an der Rosengartenachse verkehrenden Lastwagen bergauf anfahren müssen. Auch plant der rot-grüne Stadtrat mit dem sogenannten Masterplan HB/Central motorisierten Verkehr von rund um den Hauptbahnhof an den Rosengarten umzuleiten.

Es wäre deshalb aus Sicht der FDP besser und sicherer, wenn als Sofortmassnahme die bestehenden Unterführungen so aufgewertet würden, damit sie hindernisfrei werden. So, dass nicht nur Fussgängerinnen und Fussgänger unter der stark befahrenen Strasse hindurchgehen können, sondern dass auch Velofahrende, ohne zu warten, bis eine Ampel auf Grün wechselt, schnell kreuzen könnten. Der Stadtrat hat diese bislang noch nicht geprüft. Nur schon die Tatsache, dass man eine solche Variante nicht mal geprüft hat, zeigt, wie ideologisch die Debatte rund um den Rosengarten ist. Die FDP beantragt im Gemeinderat deshalb, dies zu prüfen. Leider werden wir wohl kaum eine politische Mehrheit dafür finden.

Mit einem Ausbau und einer Aufwertung der heutigen Unterführungen müssten querende Fussgänger und Velofahrende auch nicht warten bis die Ampel auf Grün umstellt.

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Mit einem Ausbau und einer Aufwertung der heutigen Unterführungen müssten querende Fussgänger und Velofahrende auch nicht warten bis die Ampel auf Grün umstellt.

Dann noch eine Bemerkung ganz zum Schluss: Die Stadtverwaltung hat einen «Dialogprozess» zum Rosengarten gestartet, um herauszufinden, welche Interessensgruppen welche Interessen haben. Aus meiner Sicht ist das eine Zeitverschwendung von Verwaltung und von Teilnehmenden, denn nach 60 Jahren politische Debatte rund um das «Provisiorium Rosengarten» ist eigentlich mehr als bekannt, wer welche Interessen hat.

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