Pinocchio braucht unsere Unterstützung
Veröffentlicht am 27.11.2025 von Patrik Brunner, Gemeinderat FDP Kreis 6

Mit mehr Geld niemanden an der Nase herumführen, sondern einen wichtigen Beitrag für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Stadt Zürich leisten.
Das Leben ist voller Herausforderungen. Einige meistert man leicht – über andere gerät man ins Stolpern. Überforderung, Unsicherheit und Ängste können Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sehr belasten. Der Verein Pinocchio wurde 1983 gegründet: Er begleitet Kinder in schwierigen familiären Verhältnissen, berät Eltern bei Überforderung im Familienalltag, bei Entwicklungsauffälligkeiten oder bei Sorgen um das Wohlbefinden des Kindes in Krisen- und Übergangssituationen wie bei einer Trennung der Eltern. Das psychologische Beratungsangebot von Pinocchio ist auf Kinder im Vorschul- und Schulalter spezialisiert und ist unabhängig und niederschwellig. Die Stadt Zürich unterstützt den Verein Pinocchio bereits seit 1987. Doch die steigende Nachfrage zeigt, dass dringend mehr Geld benötigt wird.
Weisung des Stadtrates
Deshalb beantragt der Stadtrat mit der Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat 2025/336 eine Korrektur und damit einen leistungsabhängigen Beitrag von jährlich
Fr. 640 300.– an den Verein Pinocchio für das Angebot Pinocchio Beratungsstelle für Eltern und Kinder für die Jahre 2026–2029. Bei der letzten Vertragsverhandlung vor vier Jahren war der Wert mit 3350 Sollstunden, die pauschal bezahlt werden, zu tief veranschlagt. In der Realität wurden 4097 Beratungsstunden geleistet, im Jahre 2024 sogar 4698, deshalb wird in der neuen Weisung des Stadtrats der Sollwert dem Ist-Wert angepasst. Angesichts der wertvollen Grundlagenarbeit des Vereins und der wachsenden Nachfrage habe ich zusammen mit Hannah Locher (SP) beantragt, noch mehr Geld zu sprechen.
Förderung des Gemeinsinns
Entgegen der Kritik, es könnte sich um ein Wahlgeschenk handeln, möchte ich hier betonen, dass die FDP sich immer für ein soziales Netz im eigenen Land ausgesprochen hat. Von kleinen Kindern und Jugendlichen kann man nicht Eigenverantwortung verlangen: Hier geht es um den Gemeinsinn. Und es macht absolut Sinn, die Schwächsten der Schwachen in der Gesellschaft zu unterstützen. Die Wartezeit für einen Termin bei einem privaten Psychologen beträgt aktuell bis zu 3 Monate. Pinocchio ist die einzige privat getragene Beratungsstelle in der Stadt Zürich und kann innerhalb von einer Woche, bei Notfällen sogar innerhalb von 24 bis 48 Stunden, einen Termin anbieten. Das kommt allen zugute und die privaten Psychologen arbeiten mit dem Verein zusammen. Es gibt also keine Konkurrenzsituation. Gemäss Nachfrage bei der Geschäftsführung ist durchaus Potenzial für eine halbe oder sogar eine ganze zusätzliche Stelle vorhanden. Zudem musste der Verein umziehen und hat in einer Genossenschaft neue Büroräumlichkeiten gefunden. Diese sind grösser und praktischer, aber auch teurer. Deshalb habe ich mich auch für die Erlassung der Mietkosten ausgesprochen. Der neue jährlich gesprochene Betrag von insgesamt CHF 810 300.– setzt sich wie folgt zusammen: Korrektur der bezahlten Sollstunden aufgrund der vorgelegten Zahlen der vergangenen vier Jahre, Kosten für eine zusätzliche Arbeitsstelle, Mehrkosten für Mietzinsen aufgrund des Umzugs.