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Nein zur Vorlage Neues Fördersystem Tanz und Theater

Veröffentlicht am 07.11.2020 von

Yasmine Bourgeois, Gemeinderätin Kreise 7&8, Vizepräsidentin Spezialkommission Präsidialdepartement / Schul- und Sportdepartement

Das neue Fördersystem für die Tanz- und Theaterlandschaft der Stadt Zürich ist zwar gut gemeint, wäre da nicht die Kehrseite der Medaille. Die Vorlage schafft in Wirklichkeit eine Zweiklassengesellschaft zwischen den Institutionen, indem die grösseren Institutionen in einem kontinuierlichen Teil mit mehr Subventionen ausgestattet und gestärkt werden, während die kleineren Institutionen zusammen mit den Kulturschaffenden der freien Szene in einem flexiblen Teil geschwächt und einer grossen Unsicherheit ausgesetzt werden.

Die Stimme des Publikums würde eingeschränkt

Zudem schränkt die Vorlage für die FDP die Stimme des Volkes – und damit die Stimme des Publikums - bei der Vergabe der zukünftigen Fördergelder zu stark ein, indem der Gemeinderat zukünftig nur noch über die Fördergelder der Institutionen mit sechsjähriger Förderung entscheiden dürfte, nicht aber über die Fördergelder der vier- und zweijährigen Förderung. Diese Kompetenz läge neu voll und ganz beim Stadtrat, welcher seine Entscheide von den Empfehlungen einer siebenköpfigen Jury abhängig machen würde. Diese soll darüber beraten, wer in dieser Stadt in Zukunft förderwürdig ist und wer nicht.

Gemeinderat hätte kaum mehr die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen

Dass in Zukunft ein so kleines Gremium über eine derart vielfältige Tanz- und Theaterlandschaft befinden soll, ohne dass dem Gemeinderat die Möglichkeit geboten wird, korrigierend einzugreifen, ist inakzeptabel. Zumal wir auch grösste Zweifel an der Unabhängigkeit einer Jury haben, welche gemäss Stadtrat ja gleichzeitig fachkundig sein muss.

Falscher Zeitpunkt

Kritisch betrachtet die FDP auch den Zeitpunkt der vorgesehenen Einführung der neuen Konzeptförderung. Die Institutionen und Kunstschaffenden des flexiblen Teils sehen einer unsicheren finanziellen Zukunft entgegen. Noch ist nicht klar, wann Theater wieder im ursprünglichen Zustand stattfinden kann. Es wird deshalb kaum möglich sein, bereits jetzt verbindliche Konzepte für die nächsten vier bis sechs Jahre zu erstellen.

Stimmen Sie deshalb NEIN zu dieser Vorlage am 29. November 2020