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«Sünnele» subventionieren statt echter Sportförderung

Veröffentlicht am 07.11.2020 von

Yasmine Bourgeois, Gemeinderätin Kreise 7&8, Vizepräsidentin Spezialkommission Präsidialdepartement / Schul- und Sportdepartement

 

Am 29. November stimmen wir über den Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri» ab. Dieser Gegenvorschlag sieht vor, dass die städtischen Freibäder von allen gratis genutzt werden können. Zudem soll der Eintritt zu allen weiteren Bade- und Sportanlagen für ausgewählte Bevölkerungskreise kostenlos sein. Und Sportverbände sollen von sämtlichen Benützungsgebühren befreit werden.

Tönt traumhaft, kann aber nicht aufgehen. Die Nachfrage wird überall rasch weit grösser sein als das Angebot, wodurch letztlich die Stadtbevölkerung verdrängt wird. Zudem würde dieses Rundum-Glücklich-Paket die Stadt über 15 Mio. Franken pro Jahr kosten.

Stadtbevölkerung wird verdrängt

Zürichs Strand- und Freibäder sind sehr attraktiv und daher stark frequentiert. Gratiseintritte würden zu Badetourismus aus den umliegenden Gemeinden führen. Der zuständige Stadtrat befürchtet, dass Badi-Eintritte kontingentiert werden müssten.

Gratis-Sport in Zürich gibt es schon längst

Schon heute bietet die Stadt Zürich unzählige kostenlose Sportangebote und Sportanlagen an. Und in fünf Freibädern kann heute schon gratis gebadet werden. Kinder und Jugendliche profitieren zudem bereits jetzt von einem fast unbegrenzten Sportangebot, das mehrheitlich gratis ist. Und Vereine zahlen für den Jugendsport heute schon keine Gebühren. Menschen, die knapp kalkulieren müssen, erhalten überdies eine Kultur-Legi. Diese gewährt verschiedene Vergünstigungen und 50 Prozent Rabatt auf Eintritte und Abos.
 

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Sportmuffel verzichten nicht aus finanziellen Gründen auf Sport

Eine Bevölkerungsumfrage hat gezeigt, dass die Stadtzürcher im nationalen Vergleich überdurchschnittlich sportlich aktiv sind und lediglich 1% der Sportmuffel finanzielle Gründe für ihre Sportabstinenz angeben. Sport ist also in der Stadt Zürich mehr eine Frage der persönlichen Motivation. Ein Sportmuffel wird durch Gratiseintritte nicht zur Sportskanone. Der Titel der Vorlage ist damit eine Mogelpackung.

Was nichts kostet, ist rasch nichts mehr wert

Freizeitvergnügen nach dem Giesskannenprinzip zu subventionieren ist nicht nur in der jetzigen Lage verantwortungslos. Wieso soll die Allgemeinheit für das «Sünnele» der anderen aufkommen? Meinen Kinobesuch oder meine Saxophonstunde muss ich auch selbst berappen.

Sagen Sie Nein zum Gegenvorschlag zur Initiative «Sportstadt Züri» und damit Nein zu noch mehr Nanny-Staat.


Weiterer Blog und Quelle

Finden Sie HIER unseren Blogbeitrag als die Vorlage im Parlament beraten wurde.

HIER gelangen Sie zur Webpage der Stadt mit detaillierten Infos zur Vorlage