Medienmitteilung zum Rückzug der Aufstockungsinitiative
Veröffentlicht am 27.03.2026 von Sprecher des Initiativekomitee Hans Dellenbach, FDP,
Nicolas Cavalli Gemeinderat, GLP,
Karin Weyermann Gemeinderätin,Die Mitte,
Reto Brüesch Gemeinderat, SVP

Unser Anliegen „ein Stock mehr“ findet grossen Anklang. So schreibt der Regierungsrat im
Raumplanungsbericht von Oktober 2025: „Um die Abbruchtätigkeit zu verringern, soll die
Weiterentwicklung bestehender Bauten erleichtert werden.“
Ziel dabei ist es, eine Lösung zu finden, wie
Grundeigentümer:innen in einem bestimmten Mass von den geltenden Vorschriften abweichen können,
wenn sie bestehende Gebäude weiterentwickeln. Dies entspricht genau dem Wesen der
Aufstockungsinitiative, welche forderte, in Wohnzonen in der ganzen Stadt Zürich unbürokratisch einen
Stock höher bauen zu können.
Der Stadtrat teilte im Grund die Stossrichtung der Aufstockungsinitiative und versprach, dass mit der
Anstehenden BZO-Revision das Grundanliegen aufgenommen würde. Mit der eben erfolgten Auflage der
BZO-Revision macht nun der Stadtrat einen Schritt in die richtige Richtung, wenn auch ein kleinerer als
erhofft. Er erkennt, dass im Bestand verdichtet werden soll. So schreibt er im beiliegenden Beschluss
321/2026, dass „Bestanderweiterungen (Aufstockungen und Anbauten)“ wichtige Handlungsansätze
seien. Auch dies entspricht der Stossrichtung der Aufstockungsinitiative, wenn auch der von der Initiative
geforderte Umfang nicht erfüllt wird.
Dass bei der Aufstockungsinitiative der Grundsatz „in dubio pro populo“ ignoriert wird, ist stossend. Auch
wenn wir der festen Überzeugung sind, dass die vom Stadt- und Gemeinderat angestrebte
Ungültigkeitserklärung einer vertieften juristischen Prüfung nicht standhält, wollen wir uns auf die
inhaltliche Debatte in der anstehenden BZO-Revision fokussieren. Wir werden unsere Anliegen und die
der über 4‘000 Mitunterzeichnenden der Aufstockungsinitiative direkt in der folgenden Besonderen
Kommission zur Beratung der BZO-Revision einbringen.
An unseren Forderungen halten wir fest:
- Wohngebäude aufstocken statt abreissen
- Rasch mehr Wohnraum erstellen
- Nachbarschaften schützen