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Eine Altersstrategie, welche den zukünftigen Wünschen der älteren Bevölkerung gerecht wird

Veröffentlicht am 03.03.2021 von

Elisabeth Schoch, Gemeinderätin FDP Kreise 4+5

Als Albert Leiser und ich im Januar 2018 den Vorstoss zur Überarbeitung der Altersstrategie eingereicht haben, taten wir dies aus Sorge, dass die bauliche Weiterentwicklung der Alters- und Pflegezentren in die falsche Richtung führt und die Stadt Zürich eine Infrastruktur baut, die nicht den Bedürfnissen der zukünftig älteren Bevölkerung entspricht. Wie wir heute sehen, war diese Sorge mehr als begründet.

Damals hat man uns in der Fachkommission eine Obsan Studie vorgestellt, welche aufzeigte, dass die Stadt Zürich zu viele Altersheimplätze habe. Wir haben dann eine offene Beurteilung der damaligen Stadträtin gefordert. Leider haben wir damals auf Granit gebissen. Dies hat zu unserem Vorstoss geführt. Umso mehr hat es uns gefreut, dass der Gemeinderat unserem Vorstoss zugestimmt hat und somit sichergestellt wurde, dass die veränderten Bedürfnisse analysiert wurden. Daraus abgeleitet werden jetzt auch entsprechend die mehr als notwendigen Korrekturen im weiteren Ausbau der Altersinfrastruktur vorgenommen.

Wir sind der Meinung, dass mit unserem Vorstoss eine unglaubliche Fehlplanung verhindert wurde und somit die finanziellen Ressourcen in Angebote fliessen, die der wachsenden älteren Bevölkerungsschicht entgegenkommen. Denn es kann nicht im Sinne der Stadt Zürich sein, dass Menschen unfreiwillig in ein Altersheim gehen müssen, weil sie sich das Leben in den eigenen vier Wänden nicht mehr leisten können und weil die Stadt diesen Trend nicht erkannt hat.

Wir sind der Meinung, dass mit der neuen Altersstrategie heute den Grundstein für eine bedürfnisgerechte Infrastruktur mit entsprechendem Dienstleistungsangebot gelegt wird. Es freut uns, dass die Ausgangslage wertneutral und departementsübergreifend angegangen wurde und auch die verschiedenen Stakeholder in den Prozess miteinbezogen worden sind. Auch freut es uns, dass die Grabenkämpfe mit den privaten Anbietern beigelegt sind und gemeinsam Lösungen für die Quartiere gesucht werden.

Jetzt geht es aber an die Umsetzung. Und auch hier sind erste Ansätze sichtbar. Wir befürworten die Zusammenlegung der Alters- und Pflegezentren unter einer Leitung und freuen uns, wenn bei der Schaffung von Wohnraum vermehrt Fokus auf kleinere, rollstuhlgängige und günstige Wohnungen Wert gelegt wird. Im Weiteren sind wir auch auf die Ausgestaltung der dezentralen Gesundheitszentren gespannt und unterstützen diesen Weg.

Last but not least danken wir dem Stadtrat und der Verwaltung für diese grosse Arbeit. Wir anerkennen die unzähligen Stunden, die in die Strategie geflossen sind und für die Offenheit, neue Wege zu gehen. Wir sind uns bewusst, dass der angefangene Weg ein langer sein wird, aber es lohnt sich.

Kategorie Sozialpolitik