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NEIN zu einseitiger Ideologie - Platz für sinnvolle Lösungen

Veröffentlicht am 18.03.2020 von

Andreas EgliGemeinderat FDP Kreis 10

Leistungsfähige und sichere Verkehrsinfrastrukturen haben für die FDP hohe Priorität. Velorouten sollen möglichst durchgehend und sicher sein. Aber statt bestehende und bereits geplante Routen entsprechend zu gestalten, verlangt die Velorouten-Initiative zusätzlich zu Velo-Haupt-, Velo-Neben- und Velo-Komfortrouten auch noch die Einführung von 50 Kilometern sogenannter „Velo-Schnellrouten“ quer durch die Stadt.

 

Die übertriebene Initiative verlangt, zusätzlich zu den Velostreifen auf den übrigen Strassen, die neu 1,8m breit sein sollen, die grundsätzliche Sperrung von 50 Kilometern Strassen für den motorisierten Individualverkehr. Auf diesen Strassen sollen die Velos dann in der Regel Vortritt haben. Die Pilotversuche des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zu solchen Veloschnellrouten konnten keinen eindeutigen Nutzen für die Veloförderung, den Velokomfort oder die Velosicherheit nachweisen. Zudem drohen erhöhte Gefahren für Fussgängerinnen und Fussgänger, insbesondere für ältere Menschen und Kinder (z.B. auf Schulwegen zu Kindergärten und Schulen) beim Queren durch schnell fahrende Velos und E-Bikes. Auf den rechtsvortrittsfreien Routen fahren übrigens erfahrungsgemäss dann auch die Autos schneller.

Der Platz in der Stadt Zürich ist beschränkt, die Bevölkerung wächst. Der bestehende Strassenraum muss deshalb mit Bedacht aufgeteilt werden. Der Gegenvorschlag der FDP im Zürcher Gemeinderat hätte ein „bedarfsgerechtes Netz aus Veloschnellrouten“ statt die fixe Streckenvorgabe von 50 Kilometern vorgesehen. Zudem hätten die Bedürfnisse der Fussgängerinnen und Fussgänger ausdrücklich berücksichtigt und Quartier- und Gewerbeparkplätze bei der Veloroutenplanung in angemessener Distanz ersetzt werden sollen. Und schliesslich hätte der Gegenvorschlag eine Konzentration der Velorouten auf „Sammelrouten“ samt den Zubringern vorgesehen. Damit wäre mehr Platz für separate Bus- und Tramspuren entstanden, damit der öffentliche Verkehr schneller vorankommt.

Eine Mehrheit des Gemeinderates wollte allerdings keine Rücksicht nehmen auf die Fussgängerinnen und Fussgänger – die schwächsten Verkehrsteilnehmenden –, den öffentlichen Verkehr sowie auf Quartier- und Gewerbeparkplätze und lehnte den Gegenvorschlag ab. Daher können Sie nicht darüber abstimmen. Ihr NEIN zur vorliegenden Veloinitiative macht Platz für bessere, gesamtheitliche Lösungen für alle Verkehrsteilnehmenden.

Kategorie Mobilität