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Die Essenz der Marktwirtschaft: «Free to choose»

Veröffentlicht am 14.05.2017 von Christoph Luchsinger

Unsere Wirtschaftsordnung, die Marktwirtschaft, ist von Links und Rechts unter Druck. Dies ist umso erstaunlicher, als dass die Erfolge dieser Wirtschaftsordnung gerade in den letzten 40 Jahren historisch gesehen einmalig sind. Ein Problem besteht in der Wortwahl und zwar genauer darin, dass die Begriffe «Kapitalismus» und «Marktwirtschaft» oft undifferenziert als Synonyme benutzt werden und falsche Assoziationen abrufen. Besser ist, man spricht über die Möglichkeiten, die der Markt bietet.

Mit dem Begriff Kapitalismus wird häufig – historisch nicht zu Unrecht – eine gewaltige Kapitalakkumulation und -konzentration assoziiert. Die damit einhergehende Macht von einzelnen Personen und Firmen löst Abwehrreflexe aus und ist auch aus freiheitlicher Sicht problematisch. Der Begriff Marktwirtschaft beschreibt dann ein System und ist damit abstrakt.

In den USA ist vom Nobelpreisträger Milton Friedman und seiner Frau statt dessen zu Recht die Formel «Free to choose» angewendet worden. Diese Formel bringt die Essenz der Marktwirtschaft auf den Punkt. Der Vorteil ist, dass man nicht wie beim Kapitalismus (Machtkonzentration) oder Marktwirtschaft (abstraktes System) die Arbeitgeber oder ein abstraktes System in den Vordergrund stellt, sondern die möglichen aktiven Handlungen von Konsumierenden und Kleinunternehmen, also uns allen. «Free to choose» betrifft alle Lebenslagen. Die 5 W: wer, wann, was, wie, wo zeigen, wie vielfältig Einengungen der Freiheit uns treffen können:

«Sie wollen doch auch frei sein, zu wählen, bei wem, wann, sie was zu welchen Konditionen (vom «wie»; da ist auch der Preis drin) wo kaufen wollen, oder?»

Diejenigen, die dagegen argumentieren, müssen darauf antworten, wie sie diese Freiheit der Leute einengen wollen und warum sie sich dieses Recht geben. Wer gegen «Free to choose» ist, will die Freiheit nehmen,

  • bei wem wir den Strom kaufen (Liberalisierung Energiemarkt in der Stadt) oder Taxi fahren (Uber),
  • wann wir einkaufen (Ladenöffnungszeiten),
  • was wir konsumieren (einerseits Auflagen aller Art bei Geräten zur Qualität und Herstellung, bis zur Frage, ob sie solch ein Gerät überhaupt brauchen oder diese Nahrungsmittel konsumieren sollten),
  • welche Konditionen (Zölle gegen Importe verteuern Produkt; Mindest- oder Maximalpreise in der Landwirtschaft; Rückgaberechte; Zahlungsmodus),
  • wo (Ladenlokalitäten; Interneteinkauf).

Die Begriffe Kapitalismus und Marktwirtschaft werden so anschaulich, konkret und die Menschen verstehen, was sie Positives für jeden Einzelnen bedeuten (Free to choose). Wenn wir Freisinnigen uns für die Marktwirtschaft einsetzen, dann weil es gut ist für die Konsumierenden, Kleinunternehmen und die Steuerzahler – uns alle!

Kategorie Wirtschaft