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Die Stadt Zürich will in Zukunft «Sünnele» subventionieren

Veröffentlicht am 15.06.2020 von

Yasmine Bourgeois, Gemeinderätin FDP 7 & 8, Vizepräsidentin Spezialkommission Präsidialdepartement / Schul- und Sportdepartement

Die linke Ratsmehrheit im Gemeinderat schreckt nicht davor zurück, in der jetzigen finanziellen Lage nach dem Giesskannenprinzip Geschenke im Überfluss zu verteilen. Geschenke, die eigentlich bereits vorhanden sind.

Die Forderung nach unentgeltlichem Zutritt zu den Freibädern für alle Badegäste sowie gratis Zugang zu allen übrigen Bade- und Sportanlagen für Menschen bis 20 Jahre und Menschen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen wird der Stadt Zürich – nebst einem enormen administrativen und personellen Aufwand - Mindereinnahmen von rund 15 Millionen Franken pro Jahr bescheren. Jahr für Jahr. Unter dem Deckmantel der Sportförderung für alle und mit fragwürdigem Mehrwert, denn in der Stadt Zürich ist es schon längst möglich, gratis zu baden – auch in einigen Freibädern. Jeder Mensch, der sich in der Stadt Zürich sportlich betätigen möchte, kann dies jetzt schon kostenlos tun. Es gibt unzählige Möglichkeiten und Anlagen wie beispielsweise Vitaparcours, Tartanbahnen, Pausenplätze mit Fussball- und Basketballfeldern, beschilderte Velo- und Inline-Skatingrouten, kostenlose Zürifit-Anlagen mit Outdoor-Fitness und vieles mehr. Und Kindern und Jugendlichen steht ein fast unbegrenztes Sportangebot in Form vom freiwilligen Schulsport zur Verfügung.

Die Stadtzürcher Bevölkerung ist im nationalen Vergleich überdurchschnittlich sportlich aktiv, und eine Umfrage bei der Bevölkerung hat ergeben, dass lediglich 1% der Nichtsporttreibenden Zürcher finanzielle Gründe angeben.

Sport ist also in der Stadt Zürich weniger eine Frage des Portemonnaies, als eine Frage der persönlichen Motivation.

Einen Punkt des linken Wunschkatalogs  -  den Sportvereinen unentgeltlichen Zugang zu den Stadtzürcher Sportanlagen zu gewähren - hätten wir in Form eines zweiten Gegenvorschlags unterstützt. Dies wäre echte Sportförderung gewesen. Vereine sind heute oft von viel Freiwilligenarbeit abhängig und haben Mühe, genug Trainerinnen und Trainer und Vorstandsmitglieder und Funktionäre zu finden. Doch die vereinigte Linke wollte lieber viel «Sünnele» und Freizeitvergnügen subventionieren, statt sich auf die Sportförderung zu beschränken.

Nach der Coronakrise nun aber  «Nice-to-Haves» unhinterfragt und mit fragwürdigem Mehrwert zu subventionieren, ist äusserst unbedacht und verantwortungslos.

Die linke Mehrheit war nicht bereit, auf Bitten der Fraktionen von FDP, SVP und GLP hin, vor dem Abschluss des Geschäfts eine erste finanzielle Einschätzung abzuwarten - Der Gemeinderat täte gut daran, zuerst der arg gebeutelten Wirtschaft wieder auf die Beine zu verhelfen, ansonsten auch kein Steuergeld für solch überreichliche Geschenke mehr fliessen wird.

Hier finden Sie die Medienmitteilung vom 11. Juni 2020