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Ja zum Privaten Gestaltungsplan Areal Hardturm

Veröffentlicht am 28.07.2020 von

Michael Schmid, Gemeinderat, Fraktionspräsident

In der Fülle von Abstimmungsvorlagen vom 27. September 2020 taucht unter dem eher technokratischen Titel «Privater Gestaltungsplan Areal Hardturm» auch ein altbekanntes Thema wieder auf, nämlich die Frage, ob Zürich wieder ein echtes Fussballstadion erhalten soll. Eigentlich wurde dies im Jahr 2018 von den Stimmberechtigten mit «Ja» beantwortet. Und dabei sollte es bleiben!

Der vorliegende Gestaltungsplan ist die nutzungsplanerische Grundlage für die Realisierung des Projekts, dem die Stimmberechtigten nach einem intensiven Abstimmungskampf 2018 zugestimmt haben. Um es vorweg zu nehmen: Selbstverständlich macht der harte Kern der Stadion-Gegnerschaft mit dem Referendum gegen den vorliegenden Gestaltungsplan von einem demokratischen Recht Gebrauch. Das Vorgehen ist also legal. Aber es ist dennoch bemerkenswert, dass von den Gegnern kaum neue Argumente kommen, schon gar nicht solche, die auf den konkreten Gestaltungsplan Bezug nehmen würden. Ich hoffe deshalb sehr, dass die Abstimmung das klare Resultat bringen wird: «Ja bleibt Ja».

Stimmiges Paket contra Partikularinteressen

Am 25. November 2018 haben die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher ja gesagt zu den Baurechten für ein Fussballstadion, eine genossenschaftliche Wohnsiedlung und zwei Hochhäuser auf dem Areal Hardturm. Die Argumente der Gegner wurden damals im Lauf der Abstimmungskampagne immer «origineller»: Vom angeblichen Schattenwurf auf einem Schulhaus-Pausenplatz im Dezember zu den abenteuerlichen Renditeberechnungen einer SP-Nationalrätin kam alles auf den Tisch. Und auch angebliche Klimaschutz-Argumente wurden schon vorgebracht, wobei nie jemand erklären wollte, inwiefern ein Stadion und neue (also auch energetisch moderne) Wohnungen in der Stadt Zürich zur Klimaerwärmung beitragen sollen. Entlarvend waren die immer lauter vorgetragenen Forderungen des «Vereins Stadionbrache»: Die über Jahre von der Stadt eingeräumten Privilegien sollen so lange wie möglich – am liebsten für immer – erhalten bleiben, linker (in diesem Fall insbesondere grüner) Klientelwirtschaft sei Dank. Mit den gleichen Argumenten gehen einige Gegner von damals nun wieder auf Stimmenfang, versuchen ein «Rückspiel» zu erzwingen in der Hoffnung, den Volksentscheid von 2018 ins Gegenteil zu kehren. Selbst im rotgrün dominierten Gemeinderat ist das nicht mehrheitsfähig, sondern wird nur von den Grünen geteilt. Die SP flüchtete sich in eine in diesem Fall für die grösste Partei eher peinliche Enthaltung, während die AL zusammen mit GLP, SVP und FDP dem Gestaltungsplan zustimmte.

Ja bleibt Ja

Angesichts der riesigen Herausforderungen aus der Corona-Krise wäre es fatal, wenn sich auf dem Hardturm-Areal die Blockade-Politik durchsetzen würde. Mit einem Ja wird demgegenüber der Entscheid der Stimmberechtigten aus dem Jahr 2018 bestätigt und eine jahrzehntelange Debatte kann einen erfolgreichen Abschluss finden. Wir schaffen damit die Voraussetzungen für ein privat finanziertes Fussballstadion und attraktive neue Wohnungen in verschiedenen Preissegmenten. Auch wenn – oder gerade weil – die beiden Stadtzürcher Proficlubs aktuell nicht an den glanzvollsten Kapiteln ihrer Traditionsgeschichten schreiben, sollten wir nicht aufhören, von künftigen Meisterfeiern oder legendären Spielen in einem neuen Hardturm-Stadion zu träumen, ganz abgesehen von den inspirierenden Impulsen, die Spitzenfussball in der Stadt Zürich unserem lokalen Nachwuchs geben kann.

Mehr zum Projet "Ensemble" finden Sie hier.