Leimbach am Limit die geplante Asyl-Zwischennutzung muss gestoppt werden
Veröffentlicht am 01.12.2025 von Ivette Djonova, Präsidentin FDP Kreis 2; Murat Gediz, Gemeinderat FDP

Die Stadt Zürich plant, das ehemalige Gesundheitszentrum für das Alter (GFA) Mittelleimbach für mehrere Jahre der Asylorganisation Zürich (AOZ) zur Zwischennutzung zu überlassen. Was als pragmatische Lösung zur Raumnutzung präsentiert wird, birgt für Leimbach erhebliche Risiken und ist sozial unausgewogen.
Bereits heute leben etwa 300 Asylsuchende im Quartier. Mit der geplanten Unterbringung im GFA kämen weitere 300 bis 400 Personen hinzu. Damit würde der Anteil der Asylsuchenden im Quartier von bereits überdurchschnittlichen 4 % auf rund 8% der Bevölkerung ansteigen – ein Wert, der in keinem anderen Zürcher Quartier auch nur annähernd erreicht wird. Eine solche Konzentration führt zwangsläufig zu Sorgen bezüglich Sicherheit, Integration und der Belastbarkeit der lokalen Infrastruktur. Leimbach gehört bereits heute sozioökonomisch zu den stärker belasteten Quartieren der Stadt zählt und zusätzliche Herausforderungen müssen deshalb besonders sorgfältig geprüft werden.
Hinzu kommt, dass Seniorinnen und Senioren des GFA im Sommer 2025 ausziehen mussten – obwohl weder ein konkretes Bauprojekt noch ein verbindlicher Sanierungsplan vorliegt. Für ältere Menschen ist das Wohnen im vertrauten Umfeld zentral und verdient besondere Unterstützung. Genau das wäre über Jahre hinweg nicht mehr gewährleistet.
Deshalb unterstützen wir die Petition aus der Leimbacher Bevölkerung. Sie fordert den Stadtrat auf, die AOZ-Zwischennutzung zu stoppen und eine quartierverträgliche Lösung zu erarbeiten, welche die Anliegen der lokalen Bevölkerung ernst nimmt.
Liberale Politik verlangt Vernunft, Augenmass und Dialog. Leimbach braucht jetzt genau das – und keine überstürzten Entscheidungen, die das fragile Gleichgewicht des Quartiers gefährden.
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