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Ein Zeichen der Wertschätzung für das Café Yucca

Veröffentlicht am 15.12.2023 von

Patrik R. Brunner, Gemeinderat Kreis 6

Der Zürcher Gemeinderat hat am 6. Dezember 2023 mit der Weisung 2023/366 den jährlichen, leistungsorientierten Beitrag für das Café Yucca erhöht und zusätzlich Geld für dringend benötigte personelle Ressourcen gesprochen.

Das Café Yucca in der Altstadt gehört wie die Isla Victoria zum Verein Solidara Zürich (ehemals Zürcher Stadtmission). Es bietet sozial benachteiligten Menschen am Rande der Gesellschaft einen Raum, wo sie sich aufhalten, soziale Kontakte knüpfen und bei Bedarf materielle und fachliche Unterstützung erhalten können. Die soziale Institution ist während 360 Tagen im Jahr geöffnet, steht ungeachtet von Alter, Geschlecht, Nationalität oder Religionszugehörigkeit allen offen und verzeichnet jährlich ca. 17'000 Besuche und 1'000 Übernachtungen – Tendenz steigend. Dabei handelt es sich um Menschen, die in einer schwierigen Lebenslage sind; obdachlos, von Armut betroffen, physisch oder psychisch beeinträchtigt oder einsam. Mit diesem niederschwelligen Angebot, das ursprünglich aus der Zusammenarbeit mit der Kirche entstammt, erhalten die Menschen Zuwendung, Verpflegung wie beispielsweise die Gratissuppe und Beratung. Das zunehmend anspruchsvolle Umfeld und die grosse Nachfrage bedeuten für das Café Yucca eine finanzielle Herausforderung. Dass die Arbeit des Café Yucca sehr wertvoll und der Bedarf bei der Zielgruppe hoch ist, darüber waren sich an der Gemeinderatssitzung vom 6. Dezember 2023 alle einig. Für Diskussionen sorgte jedoch die Frage, wie weit man das städtische Portemonnaie öffnen soll.

Überlegt statt mit vollen Händen

Die FDP befürwortet die Erhöhung der Gelder; schliesslich ist die Gassenarbeit wertvoll und die stetig steigende Nachfrage der angebotenen Dienstleistungen ohne Unterstützung durch den Partner Solidara nicht möglich. Aber wie so oft in der Vergangenheit ist das Geld schnell mit beiden Händen ausgegeben. Das wäre auch der Fall gewesen, wenn die Anträge der SP (49'000 CHF mehr) oder der Grünen (123'000 CHF mehr) angenommen worden wären. Ich bin froh, dass im Rat die nötige Mehrheit für den Antrag der Grünen nicht zustande gekommen ist und dass die SP ihren Antrag zurückgezogen hat und den der Grünen nicht unterstützen wollte.

Mir ist es wichtig, zu betonen, dass es mehrere Geldgeber gibt. Die Stadt Zürich und die Kirchen sind nicht die einzigen, die das Café Yucca finanziell unterstützen; es gibt auch noch die eigenen Erlöse sowie Spenden von Dritten (in massgeblicher Höhe), die das Café Yucca dank des unermüdlichen Einsatzes des Teams und nicht zuletzt des Networkings und des immer professioneller werdenden Fundraisings erzielt. Die Erhöhung der Finanzierung durch die öffentliche Hand soll und darf von den Kirchen nicht so verstanden werden, dass ihre Unterstützung nun durch die Stadt substituiert wird – das wäre fatal und stände auch nicht in der Tradition dieser über 150-jährigen Zusammenarbeit. Es geht um ein Miteinander, deshalb habe ich zusammen mit der SP den Antrag für personelle Ressourcen eingereicht, die mit einem Betrag von CHF 31'000 pro Jahr unterstützt werden sollen, wenn die andere Hälfte der Kosten von Dritten übernommen wird. Das ist eine Handreichung der Stadt an die Kirche und Dritte, damit die Kosten gerecht aufgeteilt sind und die Partnerschaft weiter vertieft wird.

Kommissionsarbeit, die sich für alle auszahlt

So hat der Zürcher Gemeinderat am 6. Dezember 2023 mit der Weisung 2023/366 den jährlichen, leistungsorientierten Beitrag für das Café Yucca von CHF 164'500 auf CHF 214'900 pro Jahr erhöht. Zusätzlich wurde der Dispositivantrag der FDP und SP für einen zweckgebundenen, jährlich wiederkehrenden Betrag von CHF 31'000 für personelle Ressourcen gutgeheissen. Dieses Geschäft ist ein gutes Beispiel dafür, dass Geschäfte mit solider Ratsarbeit und ohne Postulate und Motionen ihr Ziel erreichen können. Ich freue mich, dass ich in der Kommissionsarbeit meinen Teil dazu beitragen konnte, das Geschäft zu verbessern, damit für den Steuerzahler Schlimmeres verhindert werden konnte und dennoch mehr Geld gesprochen wurde, das nun auf sinnvolle Art und Weise Verwendung findet.

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