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Massiver Ausbau des Umweltdepartements – CO2-Wirksamkeit fraglich.

Veröffentlicht am 14.12.2019 von

Elisabeth Schoch, Gemeinderätin FDP 4+5

#Budget19 - Die Fehlentwicklung der stadträtlichen Politik schlägt anschaulich im Umweltdepartement zu. Nicht weniger als 13.2 Stellen für Spezialisten, schön versteckt in einzelnen Disziplinen, werden hier vor dem Hintergrund des Greta-Hypes aufgebaut und für die nächsten Jahre zementiert, denn kaum eine Stelle wird je wieder abgeschafft. Als ob das nicht genug wäre, werden noch zusätzlich Experten im Umfang von 3.2 Mio. hinzugezogen. Den neuen Mitarbeitenden werden also gleich bei Stellenantritt grosszügig externe Experten zur Seite gestellt. Da stellt sich latent die Frage, ob man die richtigen Profile im Fokus hat oder ob die Mitarbeitenden lediglich zur Betreuung der externen Experten eingesetzt werden.

Resultate in ferner Zukunft?

Die Stadt arbeitet bereits seit Jahren an der 2000-Watt-Gesellschaft. Dafür wurde ein Departement mit 140 Mitarbeitenden geschaffen, von denen rund 80 für die Koordination der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft im Einsatz sind. Nun sollen nochmals 13.2 Stellen hinzu kommen, weil man ein noch hehreres Ziel erreichen will. Der Stadtrat ist offensichtlich der Meinung, dass mehr Personal mehr Zielerreichung bringt. Das ist jedoch der falsche Ansatz. Richtiger wäre es gewesen, die Massnahmen zu überdenken, einige zu sistieren, andere zu stoppen, wieder andere zu stärken und allenfalls neue in Angriff zu nehmen, wo sinnvoll. Stattdessen wird tatkräftig weiter ausgebaut. Das ist falsch. Denn mehr vom Selben führt nicht zwingend zu besseren Resultaten. Was bringt es also dem CO2-Ziel? Die Parameter für den Absenkungspfad sind eigentlich klar und kaum verändert. Diese Massnahmen werden auch nicht im Umweltdepartement umgesetzt. Die Absenkungsmassnahmen müssen in allen Departementen stattfinden und finden auch schon statt: in der Infrastruktur, im öffentlichen Verkehr, in der Energieversorgung und so weiter.

Nanny-Abteilung zur Koordination

Eine Koordinationsabteilung mit knapp 100 Mitarbeitenden, welche Bürgerinnen und Bürger sowie die  Verwaltung belehrt, dirigiert und überwacht bringt kaum weniger CO2, im Gegenteil, da werden Mitarbeitende absorbiert, welche vor allem am Schreibtisch tätig sind und somit eher CO2 produzieren als vermindern. Zudem ist es nicht Aufgabe des Staats die Bürger und Bürgerinnen mit noch mehr Belehrungen und Administration zu drangsalieren.