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Budgetdebatte: Die FDP fordert ein Umdenken in der Schulraumplanung!

Veröffentlicht am 12.12.2018 von Marcel Müller, Gemeinderat FDP Kreis 9

Die Schulraumplanung in der Stadt Zürich hat versagt. Überall stehen Pavillons auf den Pausenplätzen. Die Schülerzahlen steigen in den nächsten Jahren weiter an. Der Schulhausbau muss daher dringend beschleunigt und vergünstigt werden.

In der Stadt Zürich dauert die Planung und der Bau eines Schulhauses rund zehn Jahre. Die französische Schule in Stettbach, das Lycée Français, wurde in nur drei Jahren gebaut und in Betreib genommen. Zurzeit fehlen in der Stadt rund 23 Schulhäuser. Doch der Stadtrat scheint nicht gewillt zu sein, den Planungs- und Bauprozess zu beschleunigen. Obwohl dies sehr wohl möglich wäre: Statt alles selbst zu planen, könnte man ein Schulhaus auch durch einen Generalunternehmer (GU) mit einem Gesamtdienstleistungsvertrag bauen lassen. Dies hätte den Vorteil, dass man mit dem GU die Baukosten und den Zeitplan in einem Vertrag festhält und damit das Risiko für die Stadt minimiert. Zudem wäre es nicht nötig, für jedes Schulhaus einen Architekturwettbewerb durchzuführen – dies verlangsamt den Prozess und erhöht die Kosten. Unsere Motion für «modulare Einheitsschulhäuser» wurde Anfang Dezember im Gemeinderat diskutiert. Leider fand die Idee, Schulhäuser immer in einem ähnlichen Stil – modular angepasst auf die Bedürfnisse der Schule und des Quartiers – keine Mehrheit. Wir wollten damit die Planungs- und Bauzeit auf fünf Jahre und die Kosten generell um einen Drittel reduzieren.

Wir bleiben dran

Weiterwursteln wie bisher und überall Zürich-Modular-Container auf die Pausenplätze zu stellen, ist für die FDP kein gangbares Szenario – es braucht jetzt dringend neue Ideen! Vor ein paar Monaten wurde ein Postulat von uns überwiesen, welches die Entlassung vieler Schulhäuser aus dem Schutzinventar anregt. Denn bestehende Schulhäuser könnten erweitert und aufgestockt werden, würden sie nicht aus oft nicht ersichtlichen Gründen unter Denkmalschutz stehen. Bis jetzt lässt der Hochbauvorsteher mit einer Umsetzungsvariante jedoch auf sich warten.

Koch-Areal braucht Schulhaus

Für die Überbauung «Freilager Zürich» plant die Stadt zurzeit ein Schulhaus – Eröffnung in etwa fünf Jahren. Die Wohnungen sind aber seit Ende 2016 grossmehrheitlich vermietet. Ähnlich in der Manegg: Die Wohnungen der Stiftung für kinderreiche Familien sind bezogen. Das Schulhaus wird 2024 fertig sein. Hätte es der GU selbst gebaut, könnten die Schülerinnen und Schüler ab nächstem Jahr dort zur Schule gehen. Eine solche Fehlplanung gilt es im Raum Koch-Areal zu verhindern. Unsere Initiative zum Verkauf des Areals an einen Privaten hätte diesen verpflichtet, Schulraum zu realisieren. Das städtische Projekt hingegen sieht lediglich einen Kindergarten vor. Und dies, obwohl auf dem Areal 300 Wohnungen entstehen, das Schulhaus Freilager nicht noch grösser gebaut und das Schulhaus Utogrund nur ungenügend um- und ausgebaut werden kann. Wir werden deshalb in Kürze einen Vorstoss einreichen, die vom Stadtrat den Bau, den Zukauf oder die Miete von Schulraum im Umkreis des Koch-Areals verlangt.

Dies alles ist allerdings nur Pflästerli-Politik. Brauchen würde es einen grossen Wurf – mit unserer Motion hatten wir diesen vorgezeichnet.

Kategorie Bildung, Wirtschaft