Zentralwäscherei
Veröffentlicht am 30.04.2026 von Emanuel Tschannen, Gemeinderat (Kreis 7+8) und Fraktionspräsident

FDP unterstützt Kultur und Kulturinstitutionen. Auch haben wir nichts gegen Jugendkultur und linker Kritik an bürgerlicher Politik oder am Kapitalismus. Doch was sich in der Zürcher Zentralwäscherei abspielt, hat mit Kultur wenig und mit der Beherbergung von Extremismus viel mehr zu tun.
In den letzten Jahren bot der Verein wiederholt eine Bühne für Akteure, die den gesellschaftlichen Konsens verlassen: vom linksextremen «Revolutionären Aufbau» über Vertreter antisemitischer Netzwerke bis hin zur umstrittenen UNO-Berichterstatterin Francesca Albanese, welche mit ihren Aussagen die Gräuel der Hamas als blosse Antwort auf Unterdrückung relativiert. Wenn vermummte Gestalten auf dem Dach der Wäscherei Pyro zünden und zu teils gewaltsamen Demonstrationen aufrufen, bei denen beinahe öffentliche Gaststätten, wie das Restaurant Della Casa niederbrennen, ist die Grenze des Tolerierbaren längst überschritten.
Die FDP Stadt Zürich fordert deshalb ein unmissverständliches politisches und rechtliches Zeichen für einen diskriminierungsfreien Kulturraum und gegen politische Hetze. Es braucht eine präventive Vertragsklausel, die klarstellt: Wer Diskriminierung eine Plattform bietet, muss mit harten Sanktionen und dem Entzug von Fördergeldern rechnen. Dass die linke Ratsmehrheit und der Stadtrat nicht einmal bereit sind, solche Massnahmen zu prüfen, offenbart eine beunruhigende Doppelmoral. Es scheint, als sei das Predigen von Wasser einfacher als das Trinken von Wein, sobald es das eigene politische Milieu betrifft.
Wer unter dem Deckmantel der Kulturfreiheit Antisemitismus und Gewaltbereitschaft gewähren lässt, misst mit zweierlei Mass und verspielt seine moralische Glaubwürdigkeit. Das ist schade, aber auch aufschlussreich.