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Weniger CO2 – dafür braucht es auch einfachere energetische Gebäudesanierungen

Veröffentlicht am 11.04.2019 von

Martina Zürcher, Gemeinderätin FDP Kreis 10

Rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden durch Gebäude verursacht. Massgeblich daran beteiligt sind ältere Gebäude, von welchen es in Zürich zu Hauf gibt. Ergo, bei energetischen Gebäudesanierungen wäre noch viel Spielraum.

 

In der Stadt Zürich sind rund zwei Drittel der Gebäude älter als 60 Jahre. Viele davon haben deshalb schlechte Energiewerte. Die Hürden für eine energetische Sanierung, wie beispielsweise Aussenwärmedämmungen, Wärmedämmungen des Dachs, Photovoltaik- und Warmwasserkollektoren, müssen deshalb möglichst beseitigt werden, damit die Eigentümerschaften solche Sanierungen an die Hand nehmen.

Ein wichtiger Grundstein wurde vor einigen Jahren mit der Umsetzung der kantonalen Volksinitiative «Umweltschutz statt Vorschriften» bereits gelegt. Dabei wurde das Planungs- und Baugesetz (PBG) angepasst, so dass für gewisse energetische Sanierungen keine ordentliche Baubewilligung mehr benötigt wird, sondern diese nur im sogenannten Anzeigeverfahren von der Gemeinde bewilligt werden müssen. Die FDP-Gemeinderatsfraktion möchte deshalb mit ihrer Interpellation vom Zürcher Stadtrat Folgendes wissen:

  1. Ob diese Vereinfachung für energetische Sanierungen auch in der Praxis gewährleistet ist?
  2. Ob die Stadt Zürich bei energetischen Sanierungen konsequent auf zusätzliche Auflagen verzichtet? Denn dies ist wichtig für die Rechts- und Planungssicherheit für die Eigentümerschaften. Will jemand nur die Aussenhülle isolieren, muss dann aber als Auflage beispielsweise noch das Treppenhaus anpassen, dann hemmt dies die Anzahl Sanierungsvorhaben.
  3. Was der Stadtrat unternimmt, um die Anreize für energetische Sanierungen weiter zu erhöhen?
  4. Wie viele Gesuche von energetischen Sanierungen in letzter Zeit abgelehnt worden sind und aus welchen Gründen? Und wie viele davon aus Denkmalschutzgründen?

Die letzte Frage haben wir mit einem Postulat verstärkt, in welchem wir den Stadtrat auffordern zu prüfen, wie wirksame energetische Sanierungen auch bei denkmalgeschützten oder -inventarisierten Gebäuden bestmöglich vereinfacht werden können. Denn in der Stadt Zürich gibt es zahlreiche denkmalgeschützte und inventarisierte Gebäude. Der Denkmalschutz lässt vielfach keine wirksamen energetischen Sanierungen zu, wobei es Möglichkeiten gäbe, welche das Gebäudebild nicht massgeblich verändern, beispielsweise Gel-Verputz, neue Fenster, Photovoltaik auf dem Dach. Der Denkmalschutz soll sich unserer Ansicht nach weiterentwickeln und nicht jedes Energiegesetz übersteuern können.

Hier gelangen Sie zum Hauptblogbeitrag über die Dekarbonisierungsstrategie der FDP Stadt Zürich

Kategorie Umwelt