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Erdgas, Heizöl und Diesel durch synthetische Treibstoffe ersetzen

Veröffentlicht am 20.04.2019 von

Marcel Müller, Gemeinderat FDP Kreis 9

In der Stadt Zürich sowie in der restlichen Schweiz werden nach wie vor viele Gebäude mit Heizöl oder Gas geheizt. Zudem sind viele Fahrzeuge mit Dieselmotoren unterwegs. Links-grüne Kreise würden dies alles gerne verbieten. Wirkung zeigt ein Verbot aber erst in vielen Jahren. Was es braucht, sind CO2-freie Heiz- und Treibstoffe.

Mit neuen Technologien können heute synthetische Treib- und Heizstoffe hergestellt werden. Zur Herstellung dieser CO2-neutralen Stoffe wird erneuerbarer Strom genutzt. CO2-neutral sind sie deshalb, weil deren Kohlenstoffgehalt als CO2 der Atmosphäre in einem vorgelagerten Prozess entzogen wurde. Dieser Entzug kann bspw. mit Direct Air Capture (vgl. auch Climeworks) oder bei Kläranlagen oder Zementwerken erfolgen. Die Verbrennung der mit diesem Verfahren hergestellten Treib- und Heizstoffe ist somit CO2-neutral.

Stadt Zürich als Vorreiter

Mit zwei Vorstössen zu diesem Thema wollen wir bewirken, dass die Stadt Zürich beim Einsatz von synthetischen Heiz- und Treibstoffen eine Vorreiterrolle übernimmt. Wir wollen daher vom Stadtrat wissen, wie er das Nutzungspotenzial von synthetischen Treib- und Heizstoffen beurteilt und ob er plant, solche bei der städtischen Gasversorgung sowie beim städtischen Gebäude- und Fahrzeugpark einzusetzen. Zudem interessiert uns, ob der Stadtrat einen vollständigen Ersatz von Erdgas, Heizöl und Diesel bei städtischen Gebäuden und Fahrzeugen als realistisch beurteilt und falls ja, in welchem Zeitraum. Weiter fragen wir, ob diese Treib- und Heizstoffe bereits auf dem Markt verfügbar sind und ob der Stadtrat allenfalls auch gewillt ist, mit potenziellen Anbietern von synthetischen Treib- und Heizstoffen Kooperationen einzugehen bzw. Projekte zu realisieren.

Fragen ist gut, fordern ist besser

Unserer Meinung nach genügt allerdings das Fragen stellen nicht. Wollen wir die CO2-Emissionen in der Stadt Zürich so schnell wie möglich massiv senken, dann braucht es jetzt Massnahmen, die schnell greifen und möglichst effektiv sind. Wir fordern deshalb den Stadtrat mit einem Postulat auf zu prüfen, wie er synthetisches, CO2-neutrales, Methan auf dem Markt einkaufen oder – soweit noch nicht verfügbar – mit einem potenziellen Anbieter eine Kooperation eingehen bzw. ein Pilotprojekt realisieren kann.

Handeln, statt Ziele neu definieren!

Die links-grüne Gemeinderatsmehrheit will mit ihrem Vorstoss die Ziele in der Gemeindeordnung in Bezug auf die CO2-Emissionen anpassen: 2030 soll die Stadt Zürich netto 0 CO2-Emissionen ausstossen. Mit diesen neuen Zielen ist jedoch noch kein Gramm CO2 eingespart. Unsere Vorstösse hingegen definieren konkrete Massnahmen – und sie wirken schnell und effektiv. Falls sie im Gemeinderat eine Mehrheit finden. Wir sind gespannt!

Hier gelangen Sie zum Hauptblogbeitrag über die Dekarbonisierungsstrategie der FDP Stadt Zürich

 

 

Kategorie Umwelt